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Hier der Impuls zum 2. Advent!

Jedes Jahr im Advent frage ich mich, wie die aktuelle Gestalt unserer Welt eigentlich zusammengeht mit dem Geheimnis der Menschwerdung und mit dem Heilsplan Gottes. Vielleicht brauchen wir wirklich mehr originelle Wegbereiter, müssen uns zurufen lassen und anderen zurufen: Bringt Frucht, die eure Umkehr zeigt! Was könnte da im Advent alles zum Blühen kommen …

Er meint doch nicht etwa mich?

Johannes der Täufer nimmt kein Blatt vor den Mund: Die Menschen sollen ihren frommen Worten echte Taten folgen lassen. Endlich macht jemand diesen scheinheiligen Leuten eine klare Ansage – oder? Das wäre zu leicht, weiß Schwester Christine KIimann. Weiterlesen…

Gedanken zum 2. Advent

Polizeipfarrer a.D. Erich Elpers zum 2. Advent 2019

Hallo Ihr Lieben!

Allen Gruß und Segen!

Wenn ich an meine Kindheit und Jugend denke, dann verbinde ich mich mit 2. Advent Johannes den Täufer. Er war für uns alle der Rufer in der Wüste; Berge und Täler sollten geebnet werden, damit für Jesus der Weg bereitet würde.

Gedacht haben wir dann an Sünden und Vergehen; wir wurden zum Beichten angehalten, damit das Weihnachtsfest, die Menschwerdung Gottes, gut gefeiert werden konnte.

Heute gehe ich einen noch etwas anderen Weg: Ich glaube, wir leben in sogar auf dem Weg einer Verwüstung und Verödung des Glaubens. Manche meinen, wir lebten mehr den Unglauben, der für mich auch nur eine Art von Glauben darstellt.

Wenn ich in diesem Zusammenhang an Johannes den Täufer denke, dann komme ich auf ganz andere Gedanken. Weg bereiten könnte dann heißen:

Lass doch Gott in deinem Leben wieder zu, rechne mit seiner Gegenwart und mit der Möglichkeit, dass er direkt und unmittelbar in das Leben eingreifen kann.

Oder auch: öffne dein Herz, schenke mir ein „Herz aus Fleisch“ wie das Buch Ezechiel es ausdrückt, lass deine verdorrten nicht materiellen Sehnsüchte wieder lebendig werden, wende dich ab von der modernen Konkurrenzmühle des Liberalen, das die Herzen der Menschen vergiftet.

Heike Leitschuh schreibt in ihrem Buch „Ich zuerst“: „Die sozialen Medien machen unsozial“. Es kommt auf den Gebrauch an! In demselben Buch schreibt Frau Leitschuh: „Die neoliberale Ideologie hat sich in unseren Hirnen und Herzen eingenistet“.

Johannes der Täufer ruft uns auf, zur Umkehr und vielleicht auf diesem Wege zu dem Mut, sich von der neoliberalen Ideologie befreien zu lassen.

Allen wünsche ich einen besinnlichen 2. Advent und eine gelungene Woche.

Liebe herzliche Grüße Ihr und Euer Erich Elpers

Gedanken zum 1. Advent

Von Polizeipfarrer a.D. Erich Elpers

Hallo Ihr Lieben!
Allen Gruß und Segen!
Umkehr und Erneuerung, Besinnung und Einsicht in das eigene Leben sollten in der Adventszeit wichtige Elemente sein.
Vor allem aber sollten wir Aufmerksam werden für die gegenwärtige Menschwerdung Gottes. Dieses Gespräch mit Gott könnte eine gute Hilfe sein.

Interview mit Gott

Ich träumte ich hätte ein Interview mit Gott.
„Du möchtest also ein Interview mit mir?“, fragte Gott.
„Wenn du die Zeit hast“, sagte ich.
Gott lächelte: „Ich habe immer Zeit, denn meine Zeit ist Ewigkeit. Welche Fragen würdest du mir gerne stellen?“
„Ja, zunächst einmal: „Was erstaunt dich am meisten an den Menschen?“

Gott antwortete:
Mich erstaunt, dass sie der Kindheit überdrüssig sind. Sie beeilen sich, erwachsen zu werden, um sich dann danach zu sehnen, wieder Kinder sein zu können. Mich erstaunt, dass sie ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, um möglichst viel Geld zu verdienen.
Und dann geben sie ihr Geld aus, um wieder gesund zu werden. Mich erstaunt, dass die Menschen ängstlich in die Zukunft schauen und dabei das Jetzt vergessen, so dass sie weder in der Gegenwart noch in der Zukunft leben.
Und mich erstaunt, dass die Menschen leben, als würden sie niemals sterben, und dann zu sterben, als hätten sie nie gelebt.“
Gott nahm meine Hand, und wir schwiegen gemeinsam eine Weile. Dann wollte ich wissen:
„Was möchtest du, dass die Kinder lernen?“

Gott antwortete wieder mit einem Lächeln:
Ich möchte, dass die Menschen verstehen, dass man Liebe nicht einfordern und erzwingen kann, sondern dass man zulassen darf, geliebt zu werden.

Ich möchte, dass die Menschen begreifen, dass es nicht förderlich ist, sich selbst immer mit anderen zu vergleichen.
Und sie sollen einsehen, dass ein reicher Mensch nicht derjenige ist, der das meiste besitzt, sondern reich ist derjenige der das Wenigste benötigt.

Die Menschen sollen verstehen, dass es nur einige Sekunden braucht, um einen anderen tiefe Wunden zuzufügen; es braucht jedoch Jahre, diese wieder zu heilen.
Die Menschen sollen begreifen, dass Vergebung nicht durch Worte geschieht, sondern durch mein Verhalten.

Du sollst erkennen, dass du von vielen tief und innig geliebt wirst, dass die meisten aber nicht wissen, wie sie Gefühle ausdrücken können. Die Menschen verstehen, dass es manchmal nicht genug ist, dass andere ihnen vergeben.
Es ist ebenso wichtig, sich selbst seine Schwächen zu vergeben.

Und schließlich:
Die Menschen sollen erkennen, dass ich für sie da bin, und zwar immer!

Allen einen gesegneten ersten Advent und eine besinnliche Adventswoche.
Liebe herzliche Grüße Ihr und Euer
Erich Elpers